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Nachhaltige Verpackung für ein umweltfreundliches Einkaufen

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Es klingelt. Erwartungsvoll öffnest du die Tür und tatsächlich: der Paketbote ist da! Er drückt dir ein Paket in die Hand und du fühlst dich ein bisschen wie Weihnachten, als du das Paket aufmachst. Auch wenn du eigentlich weißt, was drin ist, denn du hast es ja schließlich bestellt. Deine Freude vermischt sich mit leichtem Ärger, als du feststellst, dass das Paket überdimensioniert groß ist im Verhältnis zu dem Produkt. Ernsthaft? Was für eine Verschwendung! Und das soll jetzt noch in meine Mülltonne passen, die sowieso immer voll ist. Was hat sich der Hersteller dabei gedacht?

Bevor die Müllabfuhr kommt, hat eine Verpackung eine weite Reise hinter sich. Auf diesem Weg mischen viele Akteure mit: Der Gesetzgeber, der Hersteller, der Verkäufer, der Verbraucher, vielleicht auch noch der Umweltschützer und der Aufbereiter. Alle haben ihre Vorstellungen und Vorgaben. Kein Wunder, dass es sich um eine sehr komplexe Angelegenheit handelt.

Nicht nur, weil es schöner aussieht – Wofür sind Verpackungen wichtig?

Wenn wir etwas auspacken, wandert die Verpackung oft in den Müll. Bei genialen Upcycling-Ideen verwenden wir sie weiter oder achten mindestens auf richtige Mülltrennung, damit sie recycelt werden kann.

Bevor die Verpackung bei uns zuhause in der Mülltonne landet, hat sie viele Funktionen auf dem Weg zu uns erfüllt. Produkte werden nicht nur eingepackt, um sie optisch aufzuwerten. Oberste Priorität hat die Erhaltung des Produkt-Wertes auf der Reise zu uns. Sowohl Hersteller als auch Verbraucher legen darauf Wert.

Was dem Hersteller wichtig ist:

  1. Die Schutzfunktion der Verpackung ist der wichtigste Aspekt. Die Ware soll von der Umwelt unbeeinflusst bleiben (z.B. Klima) und gesichert sein vor Diebstahl, Beschädigung und Verschmutzung.
  2. Transport, Verladen und Lagerung bringen unterschiedliche Kriterien mit sich: sicheres Greifen, Heben und Bewegen. Für die optimale Lagerung sollten die Verpackungen standfest und stapelbar sein.
  3. Die Verpackung dient auch als Informationsquelle über Inhalt, Verwendung und Sicherheitsmaßnahmen sowie als Werbeträger.

Was dem Verbraucher wichtig ist:

  1. Für den Verbraucher ist neben der Schutzfunktion eine leichte Handhabung von Bedeutung.
  2. Er wünscht sich Aufreißhilfen zum schnellen Öffnen, anstatt die Schere suchen zu müssen.
  3. Zudem sollte das Material umweltverträglich, möglichst recyclingfähig oder zumindest schadstoffarm entsorgbar sein.
  4. Grundsätzlich mögen wir es nicht, wenn Verpackungen unnötig groß sind. Am besten so wenig wie möglich und so viel wie nötig.

Je nachdem welches Produkt verpackt wird, gibt es strenge gesetzliche Regelungen und spezifischere Wünsche der Kunden, wie zum Beispiel bei Lebensmitteln.

Welche Verpackungsmaterialien gibt es?

Wer ein Produkt vermarkten möchte, muss sich intensiv mit dem Thema Verpackung auseinandersetzen. Mit der fertigen Liste, was gesetzlich erfüllt werden muss und was eigene Ansprüche sind (als Hersteller und als Konsument), ist die erste Frage: Welche Verpackungsmaterialien stehen zur Auswahl? Welche Eigenschaften haben sie und erfüllen sie meine Kriterien?

Die global am meisten genutzten Rohstoffe für Verpackungen sind Kunststoff (41%), Papier/Pappe/ Karton (32%), Metall (14%), Glas (7%) und Holz (3%).

HDPE, LDPE, PP, PVC, EPS, PUR – die Welt der Kunststoffe ist ein eigenes Universum oder ein verwirrender Buchstabensalat. Jedenfalls für alle, die keine Profis sind. Deutlich zu erkennen ist, dass Kunststoff nicht gleich Kunststoff ist. Neben den hauptsächlichen Rohstoffen finden sich auch unzählige Kombinationen daraus. Beispielsweise Holzverpackungen werden mit Scharnieren, Nägeln oder Verschlusssystemen ergänzt. Kartons werden foliert. Ein Glas erfordert zusätzlich einen Deckel, der zum Beispiel aus Weißblech besteht und eine innere Dichtung enthält.

Weitere Materialien für Verpackungen wie Zuckerrohr, Bambus, Gras, Palmblätter, Stroh oder Biokunststoffe sind noch nicht sehr verbreitet.

Der Trend der nachhaltigen Verpackungen und der Wunsch nach weniger Müll

Was bedeutet für dich „nachhaltig“?

Nachhaltig ist … wenn man minimalistisch lebt. Wenn man viel upcyclt. Wenn man lieber segelt statt fliegt. Gilt dasselbe für Verpackungen?

Bei der Frage nach der Nachhaltigkeit, müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Die Sustainable Packaging Coalition definiert nachhaltige Verpackungen, indem sie die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen einer Verpackung beleuchtet.

Dabei müssen mehrere Kriterien für das Label „nachhaltig“ erfüllt sein. Auf der sozialen Ebene gilt, dass die Verpackung während ihres gesamten Lebenszyklus nützlich und unbedenklich sein soll.

Erneuerbare Energien für den Betrieb beim Herstellungsverfahren sind genauso wichtig wie der Einsatz von recycelten oder erneuerbaren Materialien. Selbstverständlich ist eine Minimierung von Materialien und Energie anzustreben. Die Produktion sollte in einem geschlossenen Kreislauf vonstattengehen. Alle diese Punkte gehören zu den Umweltanforderungen.

Angesichts der Frage nach nachhaltiger Produktion, Wiederverwendbarkeit und recyclen, schneiden die gängigen Rohstoffe wie Glas, Kunststoff und Papier unterschiedlich gut ab. Genauso wie die neuen Innovationen. Hier muss genau hingeschaut werden, in welchen Situationen welche Verpackung den Schutz des Produkts und die Nachhaltigkeit garantiert.

Verbraucher haben ein steigendes Interesse an Nachhaltigkeit und Möglichkeiten zu recyclen. Allerdings sind die Regeln dabei nicht immer eindeutig und fehlende oder unzureichende Informationen auf der Verpackung führen zu unwillkommenen Ergebnissen. Im Zweifel wird die Verpackung in der Restmülltonne entsorgt.

Verpackungen bei Lebensmitteln – ein spezieller Fall

Verpackungen werden auf ihren Inhalt abgestimmt. Im Fall von Lebensmittel ist es wichtig, dass in der Transportkette von Ernte-Verarbeitung-Verkauf-Verzehr, die Unbedenklichkeit des Lebensmittels erhalten bleibt. Wenn ich nach dem Einkauf meine Lebensmittel öffne, möchte ich keine böse Überraschung erleben. Auch der Hersteller hat daran kein Interesse.

Bei Lebensmitteln gibt es spezielle Anforderungen an die Verpackung. Nicht nur was den Transport, das Lagern, die leichte Handhabung und die Informationsquelle angehen. Die Ansprüche umfassen beispielsweise auch Wiederverschließbarkeit oder die Erwärmung von Fertiggerichten in der Packung. Lange wurden Lebensmittel kaum über das Internet verkauft. Zum einen, weil die Verbraucher skeptisch waren und sich die Produkte vor dem Bezahlen lieber in den Geschäften ansehen wollten. Zum anderen war es für den Hersteller eine Herausforderung eine Verpackung so zu gestalten, dass er die Frische der Artikel bis zur Haustür gewährleisten konnte.

Neben der Frische-Garantie gibt es Regelungen, was auf der Verpackung von Lebensmitteln stehen muss, wie beispielsweise die Zutatenliste oder die Nährwerttabelle. Die Verbraucher sollen vor Gesundheitsgefahren geschützt werden, nicht getäuscht werden und sollen sachgerechte Informationen erhalten. Nichteinhaltung der Vorschriften kann zu strengen Strafen führen.

Die Verpackung der Zukunft

Angesichts der Müllmengen in den Meeren und den Funden von Mikroplastik in der Nahrung, wächst der Wunsch nach weniger aufwendigen oder unverpackten Lebensmitteln. Wer hat sich noch nicht gefragt, warum Gurken eingeschweißt werden oder ob es nötig ist, dass meterlange Folie um Brokkoli gewickelt wird?

Die gesetzliche Verankerung der Idee nach nachhaltigerem Umgang mit Verpackungen, erließ der deutsche Umweltminister Klaus Töpfer 1991 in Form der deutschen Verpackungsordnung. Er wollte einen Trend gegen die Wegwerfgesellschaft setzen.

In der Vergangenheit ist bereits einiges dahingehend erreicht worden. Das deutsche Verpackungsinstitut berichtet unter anderem: „Eine Getränkedose war Mitte der 1950er viermal so schwer wie heute, eine Bierflasche dreimal, und das Gewicht einer PET-Flasche hat sich in den letzten Jahrzehnten um über 50% verringert.“

Und wie sieht die Optimierungsstrategie zur nachhaltigen Verpackung aus?

Mehr Nachhaltigkeit soll erreicht werden durch

  • Material- und Energiereduktion
  • Einsatz von Rezyklat
  • Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen
  • Kompostierbarkeit der Materialien
  • Kunststoffersatz oder Einsatz alternativer Materialien
  • Hohe Recyclingfähigkeit

Bei Lebensmitteln sind verschiedene Wege einschlagbar: Neben eindeutigerer Kennzeichnung von recycelbaren Verpackungen (nachhaltiges Abfallmanagement), mehr unverpackten Lebensmitteln, Ausbau der Mehrwegsysteme und den Einsatz von biologisch abbaubaren Materialien. Es gibt Alternativen, die entwickelt wurden und werden: Pilze statt Styropor, Zuckerrohr statt Polyethylen, Folie aus Milchproteinen oder Seetang für Flüssigkeiten. Die Frage dabei bleibt, ob diese nachwachsenden und biologisch abbaubaren Rohstoffe auch wirklich nachhaltiger sind, wenn Transportweg und Herstellung berücksichtigt werden.

Kette oder Kreislauf?

Verpackungen sind eine komplexe Angelegenheit. Die Anforderungen gehen über Schutz bis hin zur Informationsquelle. Wenn die Verpackung das alles erfüllt und das Produkt sicher beim Verbraucher landet, sollte die Mülltonne nicht das Ende, sondern nur ein Zwischenstopp sein. Verpackungen unterliegen leider noch zu oft einer Kette von Herstellung bis Mülltonne und selten einem Kreislauf der Wiederverwertbarkeit. Um die optimale nachhaltige Lösung für Produkte zu finden, muss neben Einhaltung gesetzlicher Vorschriften auch abgewogen werden, welches Material genutzt wird, wie energie-intensiv die Herstellung ist, ob es recycelfähig oder kompostierbar ist. Dies ist jedoch nur sinnvoll, wenn sich alle Beteiligten im Kreislauf anschließen. Ohne sorgfältige Wahl des Herstellers kann der Verbraucher die Nachhaltigkeit nicht retten, der Hersteller ohne das Zutun des Verbrauchers aber auch nicht. So hat jeder seine Aufgabe den Umgang mit Verpackungen umweltfreundlicher zu gestalten.

 

 

 


Quellen:
www.ble-medienservice.de/1140/achten-sie-aufs-etikett-kennzeichnung-von-lebensmitteln
www.lebensmittelklarheit.de/informationen/taeuschung-verboten-lebensmittel-und-futtermittelgesetzbuch
www.tis-gdv.de/tis/verpack/funktion/funktion-htm/
www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/lebensmittelproduktion/anforderungen-an-lebensmittelverpackungen-11937
www.vzhh.de/themen/mogelpackungen/luftpackungen/muellflut-im-supermarkt-mehr-drumherum-als-drin
lebensmittelpraxis.de/zentrale-management/28119-verpackung-verwirrte-konsumenten.html
www.thimm.de/produkte-dienstleistungen/themenwelten/verpackungsmaterialien/
www.verpackung.org/themen/nachhaltigkeit
www.lead-innovation.com/blog/5-innovative-verpackungen-der-zukunft-ohne-plastik